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Kommende Veranstaltungen:


2. Februar 2026, 18.30 Uhr: Vortrag „Wagner heute" mit Dr. Frank Piontek

Wagners Aktualität liegt weniger in seinen konkreten Ideologien als in den zeitlosen Konflikten seiner Werke, die Fragen nach Macht, Identität und gesellschaftlichem Wandel bis heute spiegeln. Obwohl viele seiner weltanschaulichen Vorstellungen historisch überholt sind, ermöglichen seine vieldeutigen Bühnenmythen stets neue Deutungen für eine europäische Moderne des 21. Jahrhunderts.

Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg


9. März 2026, 19 Uhr: Hier kennt einer das Fürchten nicht - Backstage mit Klaus Florian Vogt – anschließendes Gespräch mit Astrid Bscher und KFV

Filmportrait über den Opernsänger Klaus Florian Vogt von Astrid Bscher mit Podiumsgespräch. Gäste: Klaus Florian Vogt und Astrid Bscher, Moderation: Volker Wacker. Eine Kooperation mit der Hamburgischen Staatsoper und dem Richard Wagner Verband Hamburg.


Wie fühlt es sich an, wenn man sein Leben einer Sache verschreibt? Wie lebt einer, der singend schwerste Opernliteratur auf die Bühne bringt? Der Film begleitet den norddeutschen Heldentenor Klaus Florian Vogt durch europäische Opernhäuser. Tannhäuser, Tristan, Siegfried – Richard Wagners komplexe, gefürchtete Heldenpartien, er beherrscht sie, er lebt angstfrei mit ihnen. Oder doch nicht? Nach und nach erfährt man, wie viel Detailarbeit in der Leichtigkeit steckt und wie viele Kleinigkeiten ein großes Puzzlespiel ergeben.


„Hier kennt einer das Fürchten nicht" ist das zweite Portrait von Astrid Bscher über Klaus Florian Vogt. 13 Jahre nach Der Meistersinger legt sie nun einen weiteren Film über den Tenor vor. Nur wer das Fürchten nie erfuhr, kann Neues, kann Eigenes schaffen - das war Richard Wagners Beschreibung für einen wahren Künstler. Klaus Florian Vogt ist so einer.

Metropolis Kino, Kleine Theaterstraße 10, 20354 Hamburg


21. März 2026, 11–17 Uhr: Kompaktseminar zur Wiederaufnahme von Lohengrin

mit Volker Wacker; Details folgen

Warburg-Haus, Heilwigstraße 116, 20249 Hamburg


In Planung: Gesprächsabende mit der neuen Opernintendanz, Opernreise, Seminare




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Richard Wagner 

Portrait (Aquarell) von Alexandra Streit, Wien

"Leidend und groß, wie das Jahrhundert, dessen vollkommener Ausdruck sie ist, das neunzehnte, steht die geistige Gestalt Richard Wagners mir vor Augen."

Thomas Mann                                                                                                   

"Die Welt ist arm für den, der niemals krank genug für diese „Wollust der Hölle“ gewesen ist."

Friedrich Nietzsche

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Ehrung für Museumsdirektor

Dr. Sven Friedrich zum Ehrenmitglied des Richard-Wagner-Verbands Hamburg ernannt

Am 24. April wurde Museums- und Archivdirektor Dr. Sven Friedrich im Hamburger Warburg-Haus vom Vorsitzenden des Richard-Wagner-Verbands Hamburg Volker Wacker zum Ehrenmitglied ernannt. Friedrich erhielt diese Auszeichnung „für seine herausragenden Verdienste um die Vermittlung von Werk und Wirkung Richard Wagners“, so der Wortlaut der Urkunde.

Vor ihm erhielten diese
Ehrung u.a. bereits Prof. Dr. Dr. Udo Bermbach, Prof. Dr. Dr. Constantin Floros, Prof. Dr. Dr. Hermann Rauhe, Kammersänger Dr. Bernd Weikl und die Dirigentin Simone Young.

In seiner Laudatio betonte der Regisseur und Autor Frank Sarnowski Friedrichs Leistungen bei der Eröffnung des Bayreuther Franz-Liszt-Museums 1993, der Neugestaltung des Jean-Paul-Museums 2013 und vor allem der Erweiterung und Neugestaltung des Richard Wagner Museums, Haus Wahnfried, 2015 sowie der Digitalisierung und Online-Veröffentlichung von zentralen Handschriftenbeständen des Nationalarchivs der Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth. Insbesondere habe er durch rege Publikations- und Vortragstätigkeit über nunmehr drei Jahrzehnte Werk und Wirkung Richard Wagners stets auch kritisch vermittelt. Besonders seien hier die Inszenierungseinführungen zu den Produktionen der Bayreuther Festspiele im Festspielhaus hervorzuheben.

Friedrich dankte nach einem anspruchsvollen Vortrag mit dem Titel „Welt ohne Gott – Richard Wagners Selbsterlösungsreligion“ mit den Worten, dass man angesichts der aufgezählten vermeintlich großen Taten, Werke und Verdienste etwas verwundert vor dem Marmorbild der eigenen Person stehe, vor dessen Gewicht man sich besser hüten sollte, damit die Laudatio nicht unversehens zum Nekrolog werde. Er freue sich aber besonders, dass ihm die Auszeichnung gerade vom Richard-Wagner-Verband seiner Heimatstadt Hamburg verliehen werde und verstehe sie als Bestätigung einer Linie und Haltung, die nicht nur Zustimmung finde. Sie sei für ihn jedoch nicht nur eine Würdigung seiner persönlichen Arbeit, sondern auch aller, die ihn dabei unterstützt haben: „Denn der Erfolg hat ja stets viele Mütter und Väter – der Misserfolg dagegen leider deutlich seltener“, so Friedrich.

(Pressemeldung auf der Homepage des Richard Wagner Museum vom 16.06.2023)